Das Radom auf der Wasserkuppe

Das Radom auf der Wasserkuppe

Das markante Radom thront auf 940 Metern Höhe über der Rhön und prägt die Silhouette der Wasserkuppe. Die kugelförmige Kuppel aus glasfaserverstärktem Kunststoff beherbergt ein modernes Wetterradar. Ihr Design erinnert an eine futuristische Raumstation und steht in reizvollem Kontrast zur natürlichen Berglandschaft.

Erbaut in den frühen 1960er Jahren, diente das Radom ursprünglich der flächendeckenden Wetterbeobachtung für den Deutschen Wetterdienst. Die robuste Konstruktion schützt die empfindliche Antennentechnik zuverlässig vor Schnee, Eis und starken Winden. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Anlage mehrfach modernisiert, um präzisere Daten zu Luftfeuchte, Niederschlag und Sturmentwicklung zu liefern.

Heute fungiert die Kuppel als wichtiger Standort für meteorologische Forschung und Luftqualitätsmessungen. Gleichzeitig hat sich das Radom zu einem beliebten Motiv für Fotografen entwickelt. Die klare Luft über der Wasserkuppe und die geringe Lichtverschmutzung schaffen ideale Bedingungen, um den Sternenhimmel mit der Milchstraße, Meteorspuren oder Satellitenbahnen in Szene zu setzen.

Für nächtliche Aufnahmen bieten die sanft reflektierenden Flächen des Radoms und die rote Sicherheitsbeleuchtung eindrucksvolle Gestaltungselemente. Die kegelförmige Struktur im Vordergrund verleiht Panoramabildern Tiefe und skizziert eine spannende Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Natur, die jedes Astro-Foto bereichert.

Zwischen den Bäumen gibt es einen Weg, welcher zum Fliegerdenkmal führt
Durch das Ultra Weitwinkel Objektiv sieht das Radom etwas gestreckt aus

Wartturm

Der Nachhimmel über dem Wartturm

Der Wartturm wird von einem Autoposer beleuchtet
Fotografiert von einer Senke im Feld aus

Spät Abends im Juli ins Auto gesetzt in Richtung Schaafheim gefahren. Dort, wo Hessen und Bayern sich treffen. Auf einem Hügel außerhalb der Stadt steht der Wartturm. Umringt von Feldern. Es ist einer der wenigen Plätze im Rhein-Main-Gebiet, wo man wenigstens die Chance hat, ein Stück der Milchstraße zu sehen. Aufgrund des Streulichts der umliegenden Ortschaften jedoch nur sehr schemenhaft. Nicht in der vollen Pracht. Leider. Der Wartturm scheint ein Treffpunkt für Jugendliche und Autoposer zu sein. Jedenfalls war dort zu später Stunde noch viel Los.

Die Fotos sind alle rund 100 m um den Turm herum entstanden. Auf der Einen Seite ist ein Flugplatz für Modellflieder. Von dort aus hat man eine gute Sicht. Daneben befindet sich ein abschüssiger Acker mit einer Senke. Diesen habe ich genutzt, um die parkenden Autos zu verbergen. Deswegen sieht man auch immer nur die obere Hälfte des Turms. Um die Autos und das Streulicht im Hintergrund zu verbergen, habe ich eine Position in Bodennähe gewählt. Fotografiert habe ich mit meinem Nikon 14-24 mm f2.8 bei Blende 3.2 und einer Belichtungszeit von 13 Sekunden. Als ISO war meist ISO 2000 eingestellt.

Feldbergturm auf dem großen Feldberg im Taunus

Feldbergturm mit Milchstraße

Der Feldbergturm auf dem großen Feldberg im Taunus in einer klaren Nacht Mitte Oktober. Die meisten Besucher sind schon lange weg, allerdings bleibt die Beleuchtung die ganze Nacht aktiv. Und auf dem Parkplatz links versammeln sich Autoposer.

Feldbergturm auf dem großen Feldberg im Taunus

Komplette Dunkelheit wäre natürlich wesentlich schöner. Leider findet man die im Rhein-Main-Gebiet sehr selten. Der Feldbergturm ist ein Fernsehturm, auch Fernmeldeturm genannt. Er ist einer der ältesten Fernsehtürme Deutschlands. Fertiggestellt wurde er 1939. Nach dem Krieg war der Feldbergturm der Fernseh-Funkbrücke Hamburg-Hannover-Köln-Frankfurt-Stuttgart-München-Wendelstein. Mittlerweile steht er unter Denkmalschutz. Lustigerweise hatte ich in der Nacht mehrfach Besuch von einem neugierigen Fuchs. Er wollte unbedingt wissen, was ich da mache und war sehr an meinem Rucksack interessiert. Ist aber immer in einiger Entfernung geblieben. Durch die ganzen Besucher ist er sicherlich an Menschen gewöhnt.

Milchstraße La Palma

Milchstraße über La Palma

Die Milchstraße über La Palma. Ganz in der Nähe vom Mirador Astronómico del Llano del Jable. Mein erster Kontakt mit der Milchstraße oder der Astrofotografie überhaupt.

Milchstraße La Palma
Ein vorbeifahrendes Auto erhellt den Wald

Fotografiert habe ich mit einer Nikon d800. Als Objektiv habe ich meistens das 14-24 bei f2.8 verwendet. Ab und an noch das Sigma 35mm 1.4 bei f1.4. Vorher war mir nicht wirklich bewußt welche Probleme das 14-24 bei 2.8 an den Rändern hat. Zum Rand hin werden die Sterne doch recht unscharf.

Zum Einstieg ist es sehr schön das potentiell gute Plätze auf La Palma gleich als Mirrador Astronomico gekennzeichnet sind. So muss man sich erstmal keine Gedanken um einen Standort machen. Sicherlich wäre der ein oder andere Platz am Meer spektakulärer gewesen. Aber auch den muß man auf einer unbekannten Insel erstmal finden. Alle Bilder sind Einzelbilder, keine Belichtungsreihen oder Stacks. Der Lavaboden mit den Pinien ist doch recht dunkel, weshalb man den Vordergrund auch kaum sieht. Wenn dann nur durch Zufall, weil gerade ein Auto vorbeigefahren ist. Nächstes Mal werde ich verschiedene Belichtungen für Vorder-und Hintergund versuchen, um die Details noch mehr raus zu arbeiten. Mitlerweile habe ich auch schon mit Stacks in Sequator experimentiert, um weniger Rauschen in den Bildern zu haben. Aber leider habe ich auf La Palma nicht die passenden Bildsequenzen von der Milchstraße dafür gemacht.

Terminlich hatte ich auch Glück. Die Bilder sind 3 Tage vor Neumond entstanden. So mit hat das Mondlicht die Helligkeit nicht beeinflusst. An den Fotospots war relativ viel los. Einige Besucher haben es mit Blitzlicht und Smartphone versucht. So mit konnte ich nicht jedes Bild verwenden. La Palma ist ja das weltweit erste Starlight Reserve. Von der UNO anerkannt. Somit gibt es dort auch viele Führungen und Exkursionen. Ständig blinkt eine Taschenlampe irgendwo am Berg 🙂 Das macht es nicht immer einfach.

Mirador Llano de Las Ventas
Dieses Bild ist auf der anderen Seite des Berges beim Mirador Llano de Las Ventas entstanden
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Milchstraße über La Palma
Wasserkuppe Milchstraße

Wasserkuppe Milchstraße

Wasserkuppe Milchstraße. Seit das Biosphärenreservat Rhön im Jahr 2014 von der Dark Sky Association zum internationalen Sternenpark erklärt wurde, hat sich einiges getan.

Nikon 85mm f1.8. Ein Stack aus 10 Bildern mit je 8 sec Belichtungszeit (nächstes mal nsollte ich 5 sec probieren)

Die Lichtverschmutzung ist merklich reduziert worden, so mit kann man dort für deutsche Verhältnisse relativ gut die Milchstraße sehen. Mangels wirklicher Ortskenntnis habe ich mich für meinen ersten Ausflug dorthin auf die Wasserkuppe begeben, dem höchsten Berg der Rhön. Da nahe der ehemaligen Zonengrenze gelegen, wurde früher von hier aus der Ostblock beobachtet und belauscht. Die alte Radarstation, heute ein Museum kann man auf einigen Bildern gut erkennen. Mittlerweile beobachtet man vom Gipfel aus die Sterne und nicht mehr den Ostblock. Mit der App Photopills habe ich mir den besten Tag im August rausgesucht. Tolle App, sollte jeder man versuchen. Die Uhrzeit passt jetzt im August auch besser als, früher im Jahr. Die Milchstraße ist jetzt deutlich früher zu sehen.

Wasserkuppe Milchstraße
Dieses Bild ist z.B. mit dem Samyang 12mm f/2 NCS CS bei Blende 2.0 entstanden

Hat jemand einen Tipp für andere Orte in der Röhn um die Milchstraße zu fotografieren? Gerne her damit, ich bin für jede Anregung dankbar. Unterwegs war ich unter anderem mit einem Nikon 14-24 und für die Fuji habe ich das Samyang 12mm f2.0 ausprobiert. Ein tolles Objektiv, habe es eigentlich nur bei Offenblende benutzt. Vor allem für einen Preis von unter 250€. Wasserkuppe Milchstraße.

Wasserkuppe Milchstraße
Der alte Radarturm kurz nach Sonnenuntergang. Im Hintergrund die Licher von Fulda
Milchstraße Wartturm Schaafheim

Milchstraße Wartturm Schaafheim

Milchstraße Wartturm. Die Milchstraße beim Wartturm in Schaafheim fotografiert. Leider gibt es in Deutschland ja sehr wenig Orte, bei denen man die Milchstraße wirklich gut sehen kann. Vor allem nicht im Rhein Main Gebiet. Zu viel Lichtverschmutzung.

Milchstraße Wartturm Schaafheim

Der Himmel wird nicht wirklich dunkel. Die Lichtverschmutzung kann man sehr gut in den orangen Teilen der Bilder sehen. Der leuchtende Horizont, dass ist das Licht aus Frankfurt und vom Flughafen. Ideal wäre natürlich ein Winkel gewesen, in dem sich die Lichtstraße als Bogen über dem Wartturm aufspannt. Aber das ging leider aufgrund der Lichtverschmutzung nicht.

In der Position der Milchstraße hätte ich dann rechts das Licht von Aschaffenburg und Hanau gehabt und links das aus Frankfurt. Ich hoffe das es noch einmal eine andere Stellung der Milchstraße gibt, so das ich die andere Perspektive auch noch verwirklichen kann. Wieso sich diese Stelle hier in der Gegend besonder eignet kann ich gar nicht sagen. Ich habe es auch nur beiläufig als Tipp bekommen und dann einfach mal ausprobiert. Man kann direkt mit dem Auto bis zum Wartturm in Schaafheim fahren. Davor gibt es ein paar Parkplätze auf dene sich abeds wohl gerne jugendliche treffen. Als ich dort war befanden sich aber alle gerade im Aufbruch, so was ich den Turm ganz für mich alleine hatte. Fotografiert habe ich mit einer Nikon D800 bei ISO 3200 und dem 14-24 bei Blende 3.2. Die Beliechtungszeit betrug meißt 13 sec. Die Bilder sind in Lightroom bearbeitet, und die Milchhstraße ist mit einer Maske und unter anderem dem DeHaze Filter ein wenig herausgearbeitet worden.

Milchstraße Wartturm Schaafheim
Milchstraße Wartturm
Hier kann man sehr schön die Lichtverschmutzung durch den Flughafen und die Stadt Frankfurt sehen. Und wie diese die Sichtbarkeit der Milchstraße beeinflußt. Der Turm wird übriges vom Restlicht aus Aschafenburg angeleuchtet.