Ein faszinierendes Porträt der Grauen-Fleischfliege aus nächster Nähe

Ein detailreiches Porträt der Grauen-Fleischfliege

Die Graue-Fleischfliege (Sarcophaga haemorrhoidalis) ist ein faszinierender Vertreter der heimischen Zweiflügler. Aus nächster Nähe betrachtet offenbart sie eine hochkomplexe Anatomie: Markant ist das namensgebende, rötlich-orange gefärbte Hinterleibsende sowie das grau-schwarz gemusterte Schachbrettmuster auf dem Panzer. Besonders spektakulär wirken die großen, leuchtend roten Facettenaugen, die sich aus tausenden winzigen Einzelaugen zusammensetzen. Biologisch besonders interessant: Fleischfliegen legen keine Eier, sondern setzen bereits lebende Larven ab – ein hochspezialisierter evolutionärer Vorteil.

Die technische Umsetzung: Extreme-Makro aus der Hand

​Die fotografische Dokumentation eines lebenden, aktiven Insekts in diesem Abbildungsmaßstab stellt extreme Anforderungen an die Aufnahmetechnik. Da die Schärfentiefe bei dieser extremen Vergrößerung auf einen Bruchteil eines Millimeters schrumpft, kam das Verfahren des Fokus-Stackings zur Anwendung. Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt: Alle Aufnahmen entstanden komplett freihand (handheld) und ohne Stativ direkt im natürlichen Lebensraum der Fliege.
​Als optisches System diente das Telezoom-Objektiv Fujifilm XF 55-200mm f/3.5-4.8 R LM OIS in Kombination mit einer Raynox DCR-250 Nahlinse. Dieser hochwertige achromatische Vorsatz verkürzt die Naheinstellgrenze der Optik drastisch und ermöglicht eine enorme Vergrößerung, ohne die Abbildungsleistung des Kamerasensors negativ zu beeinflussen.
​Über die automatische Fokus-Bracketing-Funktion (BKT) der Kamera wurde in rasanter Abfolge eine Bilderserie aufgenommen, während sich die Schärfeebene minimal verschob. Aus dieser Serie entstand ein präziser Stack aus exakt 40 Einzelfotos, die in Photoshop zusammengerechnet wurden. Das fertige Bild zeigt feinste Mikrodetails wie die einzelnen Waben der Facettenaugen und die filigranen Sinnesborsten auf dem Chitinpanzer in perfekter Schärfe.

Deutsche Wespe

Wespe ißt Melone

Fleißige Wespe, immer wieder wird das Stück Wassermelone angeflogen
Wespe öffnet ihren Kiefer. Mundwerkzeuge und Fühler gut zu erkennen

Zufallsfotografie im Garten. Ich habe im Garten gesessen und Wassermelone gegessen. Immer mehr Wespen haben sich an den Melonenresten und vor allem am Melonensaft auf dem Teller zu schaffen gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass immer eine Wespe kommt, sich ein Stück Melone schnappt und wieder verschwindet. Etwa im 3-Minuten-Takt. Also muss das Nest irgendwo in der Nähe sein. Die Nikon mit Sigma 150mm Makro vor dem Teller positioniert und gewartet. Es hat nicht lange gedauert, bis die Wespen zurück gekommen sind. Nach ca. einer Stunde hatte ich alle Bilder im Kasten. Ganz schön flink, die kleinen Wespen. Sie sitzen kaum mal für ein paar Sekunden an derselben Stelle. Selbst nachdem ich die Teller weggeräumt habe, sind sie noch gekommen und haben nach der Melone gesucht.

Die Kieferwerkzeuge sind gut zu sehen und auf dem Kopz die Ocellen
Ein Stück Melone im Maul, bereit für den Abflug